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Wie werde ich Rentenberater?

Rentenberater gibt es schon sehr lange in Deutschland. Alle bis zum Jahr 2008 zugelassenen Rentenberater nennt man Alterlaubnisinhaber. Viele in Deutschland tätige Rentenberater kommen ursprünglich aus dem Sozialversicherungsbereich. Im Jahr 2008 wurde die Zulassung durch das Rechtsdienstleistungsgesetz (RDL) neu geregelt und die Berufsbezeichnung "Rentenberater/in" ist geschützt. Diese Bezeichnung dürfen nur registrierte Personen führen. Die Registrierung erfolgt bei Ihrem zuständigen Amtsgericht bzw. Landesgericht.

Bei der Zulassung zum Rentenberater ist es ein bisschen wie mit dem Führerschein. Erst Theorie dann Praxis und eine gewisse Tauglichkeit.

Voraussetzungen für die Registrierung zum Rentenberater

Voraussetzungen für die Registrierung nach § 12 RDL sind:

  • Persönliche Eignung und Zuverlässigkeit (= geordnete Vermögensverhältnisse, keine Verurteilung wegen eines Verbrechens oder eines der Berufsausübung betreffendes Vergehens)
  • Nachweis der theoretischen Sachkunde durch ein Zeugnis
  • Nachweis der praktischen Sachkunde = i.d.R. mind. zwei Jahre unter Anleitung erfolgte Berufsausübung oder praktische Berufsausbildung
  • Berufshaftpflichtversicherung (Mindestversicherungssumme € 250.000,- Euro pro Versicherungsfall)

Theoretische Sachkunde für Rentenberater

Rentenberatung erfordert die theoretische Sachkunde auf dem Rechtsgebiet der gesetzlichen Renten- und Unfallversicherung und in den übrigen Teilbereichen des § 10 Abs.1 Nr.2 RDG. Das bedeutet auch Kenntnisse über Aufbau, Gliederung und Strukturprinzipien der sozialen Sicherung sowie Kenntnisse der gemeinsamen, für alle Sozialleistungsbereiche geltenden Rechtsgrundsätze einschließlich des sozialrechtlichen Verwaltungsverfahrens und des sozialgerichtlichen Verfahrens (§ 11 Abs. 2 RDG) zu erlangen.

Diese Sachkunde weisen Sie mit einem Zeugnis nach, das Sie nach erfolgreichem Abschluss eines Sachkundelehrgangs erhalten. So ein Sachkundelehrgang muss geeignet sein, die erforderliche theoretische Sachkunde zu vermitteln (vgl. §4 Rechtsdienstleistungsverordnung). Wir bieten Ihnen zwei Lehrgangsformate an: ein längeres Format in Münster mit Präsenzphasen über sechs Monaten und ein kurzes, dreimonatiges Sprinterformat in Heidelberg.

Wer bereits einschlägige Berufserfahrungen vorweisen kann, ist möglicherweise mit Ende des Lehrgangs in der Lage, eine Zulassung zu erhalten. Eine schnelle Zulassung kann also möglich sein.

Nachweis der praktischen Sachkunde

Der Nachweis der praktischen Sachkunde erfolgt i.d.R. durch eine zweijährige Anleitung einer qualifizierten Person, z.B. eines Rentenberaters (vgl. § 12 Abs. 3 Satz 2 RDG). Ausnahmen von dieser Regel sind möglich und häufig anzutreffen. Aufgrund diverser praktischer Berufserfahrungen können Absolventen des Sachkundelehrgangs in der Lage sein, die theoretischen Inhalte sofort erfolgreich umzusetzen. Entsprechend können sie bereits nach dem Lehrgang eine Zulassung zur Rentenberatung erhalten. Entschieden wird dies jedoch von Ihrem zuständigen Amtsgericht bzw. Landesgericht. Informieren Sie sich am besten dort bei Ihrem Ansprechpartner.

Kontakt

Bert Passek

Bert Passek

Senior Produkt Manager

Tel: 06221 / 825 - 9514

Kooperationspartner

IHK Rhein-Neckar
Bundesverband der Rentenberater

Service: BAV-Datenbank

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