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Masterverleihung 2017 - Festrede von Absolvent Jürgen Eigenbrodt

Absolvent Jürgen Eigenbrodt hält Festrede
Absolvent des Master-Studienganges Projektmanagement Jürgen Eigenbrodt. Er war früher Pfarrer, ist bereits seit vielen Jahren in leitenden Positionen in der Reifenbranche tätig und nun auch Master of Arts.

Sehr geehrter Herr Prof. Mudra,
sehr geehrter Herr Prof. Gissel,
sehr geehrte Professorinnen und Professoren,
sehr geehrte Gäste, und ich begrüße alle, die sich in meiner bisherigen Aufzählung nicht wiederfinden können.

Liebe Absolventinnen und Absolventen.

Es ist mir eine sehr, sehr große Freude, an diesem Tag hier zu sprechen und aus studentischer Perspektive einige Worte an Sie und Euch richten zu dürfen.

Und an erster Stelle möchte ich euch allen zu eurem Studienabschluss ganz herzlich gratulieren.

Vor einigen Tagen habe ich über unsere gemeinsame Studienzeit noch einmal nachgedacht. Und eines möchte ich schon jetzt vorweg nehmen. Diese Studenten  - Gemeinschaft war ein Glücksfall. Unterschiedliche Begabungen und Erfahrungen sind zusammengekommen und wurden offen geteilt. Jede und jeder konnte sich äußern. Es wurde nachgefragt und diskutiert und alle Lehrenden haben mit uns auf Augenhöhe gesprochen und so haben wir auch alle die Vorlesungen durchgängig erlebt. Dafür sind wir Ihnen allen sehr dankbar.

Zu all dem gehört auch eine perfekte Organisation. Allen Beteiligten sei auch unser Dank dafür ausgesprochen. Insbesondere, dass auch die Kleinigkeiten funktioniert haben, die manchmal sehr stören können.

Dieser Studiengang (den wir absolviert haben) ist hervorragend konzipiert: Die Verzahnung von Theorie und Praxis, die kurze Studiendauer, kleine Gruppen und das flexible Lernen. Ich freue mich darüber, dass Sie als Hochschule neue Angebote auf den Markt bringen und Studiengänge weiterentwickeln. So bspw. ein Masterstudiengang Fundraising-Management und Philanthropie.

Unser gemeinschaftliches Studienprojekt startete im September 2014. Im Teambuilding lernten wir uns kennen. Danach begannen die ersten Vorlesungen. Nach und nach bemerkten wir, auf wir uns eigentlich eingelassen hatten. In der ersten Vorlesung Finanz bei Prof. Beißner wurden manche Köpfe größer und weißer Rauch stieg am Abend auf. Andere bekamen es mit der Angst zu tun und fragten: Kann ich eigentlich noch zurücktreten von diesem Studiengang? Ist da noch ein Widerruf möglich?  Unsere Entscheidung lautete: Weitermachen. So richten wir eine WhatsAppGruppe ein und dort konnten Fragen und Nachfragen gestellt werden. Manche Fragen wurden kompetent von anderen Studenten beantwortet, manchmal wurde aber als Antwort nur ein Bild in die Gruppe gestellt: So fragte bspw. ein Student die Gruppe, ob man dieses Thema mit der Abzinsung, so richtig verstanden habe. Als Bildantwort kam dann ein Buchtitel: Buchführung für Dummies. Das fand der fragende Student nicht witzig und schrieb: Heute seid ihr so richtig böse. Dann relativierte eine Berliner Stimme das Ganze und schrieb: „Ick liebe diese Gruppe“.

So haben wir die gemeinsame Zeit miteinander geteilt, wir haben gelernt und unseren Spaß gehabt. Die Mischung hat es ausgemacht. Wir sind immer gerne zusammengekommen, um miteinander und voneinander zu lernen.

Für viele war es ein erster Studiengang, für andere ein zweiter. Alle haben sich stets engagiert, eingebracht und wenn nötig geholfen. Wir haben dafür gemeinsam Sorge getragen, dass wir uns wechselseitig anspornen, wenn es einmal nicht so lief, oder es richtig zäh wurde.

Alle Unterrichtenden haben sich mit unseren Fragen befasst, mit uns diskutiert und mögliche Lösungen aufgezeigt. Auch Flexibilität war möglich. So führten wir dank Marius Mager eine komplette Vorlesung in der EZB in Frankfurt durch. Jetzt wussten auch wir, wie schön ein Arbeitsplatz sein kann. Das eine oder andere durften wir uns auch anschauen. Mich interessierte vor allem der Goldbunker der Bank, aber Marius meinte auf Nachfrage nur, den schauen wir uns beim nächsten Mal an. Also ist warten und Geduld weiter angesagt.

Dieser offizielle Studienabschluss heute eröffnet uns einen neuen Weg. Zunächst einmal dürfen wir ein bisschen stolz darauf sein, es geschafft zu haben. Es ging ja nicht nur ums Lernen. Es ging darum, dass wir einiges unter einen Hut bringen mussten. Unsere Arbeit, die Familie, unsere Freunde, …

Danken dürfen wir allen, die uns mit Verständnis begleitet, zur Seite gestanden und es uns ermöglicht haben, diesen Weg zu gehen.

Viele haben heute eine andere Sicht der Dinge bekommen. Wie werden Probleme im Arbeitsalltag bearbeitet, wie vernetzt muss ich denken, welches Potential steckt eigentlich in mir, das ich noch nicht genutzt habe?

Wir wissen, dass ein Titel alleine keine Probleme löst, aber heute können wir sagen, dass wir viele neue Herangehensweisen kennengelernt haben, die uns und unseren Unternehmen nutzen. Wir wissen, dass es heute mit dem Lernen nicht zu Ende ist. Manche von euch denken vielleicht: Was kann ein nächster Schritt sein: Vielleicht eine Promotion? Das ist gut, dass uns solche Fragen beschäftigen und wir heute sagen können: Ja, es hat sich gelohnt. Es war ein richtiger Schritt.

Für den heutigen Tag habe ich mir überlegt, wie können wir all das feierlich festhalten, was wir gemeinsam miteinander erlebt haben. Fotos wird es geben und später sehen wir auch noch einen Film. Eine Hymne singen wir heute nicht. Unsere Nationalhymne zum Abschluss dieser Feier wäre zu patriotisch, Großer Gott wir loben dich, singen wir nur noch auf großen Kirchentagen und beim Lied: An Tagen wie diesen, wissen wir alle, wie schnell uns der Alltag wieder einholt.

Ich möchte unsere gemeinsame Zeit mit einem Lied festhalten, das auf uns – so denke ich – zutrifft. Und immer wenn ihr es künftig hört, dürft ihr euch an diesen heutigen Tag der feierlichen Masterverleihung gerne erinnern. Ein Lied, das Freundschaft hochleben lässt.

Und es heißt: Auf uns. Ein Hoch auf uns, auf dieses Leben, auf den Moment der immer bleibt. Den Text dieses Liedes kann ich für uns heute unterschreiben, denn da heißt es: Wer friert uns diesen Moment ein. Besser kann es nicht sein. Jetzt haben wir es offiziell, jetzt ist es bestätigt. Ja, wir haben das Studium geschafft. und dann heißt es weiter im Text: Denkt an die Tage die hinter euch liegen an die Disziplin und den Fleiß, den Verzicht und den Willen, es schaffen zu wollen weiter heißt es dann: Hier geht jeder für jeden durchs Feuer ja, wenn etwas abzuliefern war, wenn wir festgefahren war, dann ging es immer weiter, dank unserer wechselseitigen Hilfe und zuletzt heißt es: Im Regen stehen wir niemals alleine wir haben gelernt, was es bedeutet ein guter Projekt Manager und Projekt Master zu sein und dass wir noch andere Menschen mit ihren Talenten brauchen.

Und vor allem haben wir erfahren, was es bedeutet, sich aufeinander verlassen zu können. Ich weiß, andere hätten sich vielleicht lieber das Lied: Atemlos durch die Nacht gewünscht und viele von Euch haben ein unglaubliches Talent am Abend und in der Nacht…. Wer sich den Film später einmal anschaut, der erkennt euer ganzes Potential, das in euch steckt. Am Abend seid ihr lockerer und seht die Welt unbefangener. Manche von euch, das will ich nicht unerwähnt lassen, sind sogar inzwischen Uso – zertifiziert. Und natürlich gibt es dafür zahlreiche Quellen und Belege, so wie sich das gehört.

Wo immer es möglich war, haben wir, so wie sich das im Projektgeschäft gehört, auch gebührend gefeiert. Und wenn nötig haben wir eine Projektabschlussfeier in mehrere Teile aufgeteilt, weil es dann einfach noch schöner war. Aber ich bleibe trotzdem bei meinem (unserem) Lied. Auf uns.

Und das endet so: So viele Lichter (Erinnerungen) sind geblieben. Ja und manche Erinnerungen haben wir zum Abschluss noch einmal festgehalten. Jede und jeder konnte aufschreiben, was ihm oder ihr in der Zusammenarbeit und im Miteinander so gut gefallen hat.

So möchte ich zum Abschluss zwei Dinge sagen: Danke für die sehr gute Zeit mit Euch allen! und Vielen Dank für Ihre und eure Aufmerksamkeit!

Zum Artikel der Masterverleihung 2017